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Die „Vier-Tage-Woche“ Vor- und Nachteile

  -   29. Oktober 2018

Um eine bessere Work-Life-Balance zu schaffen, führen immer mehr Unternehmen das Arbeitsmodell der „Vier-Tage-Woche“ ein. Denn wer viel arbeitet, hat dementsprechend weniger Zeit für Familie und Freunde. Unter diesem Ansatz hat ein neuseeländisches Unternehmen das Vier-Tage-Woche-Modell acht Wochen lang getestet – und das mit großem Erfolg!

Bei diesem neu entwickelten Arbeitsmodell wird die gesamte wöchentliche Arbeitszeit auf vier, anstatt auf fünf Tage aufgeteilt. Somit soll bei einer 40-Stunden-Woche an vier Tagen zehn Stunden gearbeitet werden. Dieses Modell bringt viele Vorteile für den Mitarbeiter mit sich. Einige ausschlaggebende Punkte sind im Folgenden aufgelistet:

1. Mehr Zeit für Familie und Freunde

Wird die Arbeitszeit auf vier Wochentage verteilt, hat der Mitarbeiter ein verlängertes Wochenende. Somit kann er sich anderen wichtigen Dingen im Leben, wie beispielsweise Familie und Freunden, widmen.

2. Mehr Zeit für Hobbys

Dank verkürzter Arbeitswoche, bleibt genügend Zeit um seinen Hobbys nachzugehen. Je ausgeglichener und entspannter der Mitarbeiter ist, desto höher ist seine Motivation

3. Steigerung der Produktivität

Studien zufolge soll die Produktivität um 60 Prozent steigen. Kürzere Arbeitswochen verursachen weniger Stress und somit auch weniger Krankheitsausfälle. Konzentriert sich der Mitarbeiter auf einen kurzen, aber dafür intensiven Zeitraum, kann er sich auf die wichtigen Aufgaben im Arbeitsalltag fokussieren. Demnach wird die Arbeit viel effektiver erledigt.

4. Geringere Fahrtkosten

Da der Mitarbeiter nur an vier Tagen zum Arbeitsplatz fahren muss, kommen für ihn geringere Fahrtkosten auf. Somit wird nicht nur an Kosten, sondern auch an Zeit gespart.

5. Mehr Kurzreisen an verlängerten Wochenenden

Nachteile der Vier-Tage-Woche

Auch wenn das Modell der Vier-Tage-Woche auf den ersten Blick mit positiven Argumenten überwiegen mag, bringt es auch eine Reihe an Nachteilen mit sich. Anfangs stellen es sich viele Mitarbeiter deutlich einfacher vor, zehn Stunden am Tag zu arbeiten. Was passiert allerdings, wenn Überstunden notwendig werden und aus den zehn Stunden auch mal elf oder zwölf werden? Vor allem Mitarbeiter mit kleinen Kindern haben es dementsprechend schwieriger, eine Betreuungsstätte über einen solch langen Zeitraum zu finden. Des Weiteren ist bewiesen, dass die Konzentrationsfähigkeit des Menschen nach fünf bis sechs Stunden am Tag sinkt. Kann die Produktivität der Mitarbeiter demnach wirklich steigen, wenn die Arbeitszeit von acht auf zehn Stunden aufgestockt wird? Ein weiteres Gegenargument ist, dass sich der Urlaubsanspruch bei einer Vier-Tage-Woche von 20 auf 16 Urlaubstage im Jahr reduziert. Die Anzahl der Urlaubstage ergibt sich aus den Arbeitstagen pro Woche, wenn der Mitarbeiter vier Wochen im Jahr Urlaub machen darf.

Wer hat's geschrieben?

Letizia Credico

Nach dem erfolgreichen Bachelorabschluss in diesem Jahr begann Letizia ihr Masterstudium auch an der EMS in International Business mit Schwerpunkt auf Management Consulting.

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