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Wocheneinkauf an der Tankstelle?

Alle Kategorien, Fakultät   -  1. Juni 2016

CBS-Professorin Dr. Irene López über Kundenverhalten

Als Professorin für Wirtschaftspsychologie beschäftigt sich Prof.  Dr. Irene López, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaftspsychologie an der Cologne Business School, seit Jahren auch mit dem Bereich Konsumentenpsychologie, also dem Einkaufsverhalten der Verbraucher. In dieser Funktion stand sie dem WDR für die Sendung „Servicezeit“ als Expertin zur Verfügung, um das auf den ersten Blick nicht leicht nachvollziehbare Kundenverhalten in Tankstellen-Shops zu erklären.

Nicht nur der Versandhandel im Internet beeinflusst das Einkaufsverhalten der Menschen, auch der stationäre Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Obwohl durch die Föderalismusreform im Jahr 2006 die Ladenöffnungszeiten des Einzelhandels deutlich flexibilisiert wurden und insbesondere in Großstädten zumindest Supermärkte oft bis 22.00 Uhr oder noch länger geöffnet haben, nutzen die Verbraucher verstärkt Angebote, die es ihnen ermöglichen, Dinge des täglichen Bedarfs beinahe rund um die Uhr einzukaufen.

Stark verändert hat sich auch das Angebot an vielen Tankstellen. Auch bedingt durch den stetig sinkenden Kraftstoffverbrauch moderner Motoren und das dadurch sinkende einstige Kerngeschäft entwickelten sich immer mehr Tankstellen zu „Mini-Märkten“ mit einem immer breiteren Lebensmittelangebot, also einem „Supermarkt mit Zapfsäulen“. Allerdings liegen die Preise für Lebensmittel weit über denen des klassischen Einzelhandels. Trotzdem hat sich, so eine Studie des Mineralölkonzerns Aral, der Anteil des Umsatzes der Tankstellen durch das Shop-Angebot in den Jahren von 1988 bis 2014 von 16 auf 63 Prozent gesteigert.

Professorin Dr. López untersuchte das Konsumentenverhalten hinsichtlich des Aspektes, dass die Preise für Lebensmittel an den Tankstellen durchschnittlich 10 bis 20 Prozent über denen im Supermarkt liegen, die Verbraucher dies aber trotzdem und oft sehr regelmäßig gerne akzeptieren. Ihr Fazit: Die Menschen sind keineswegs zu faul, die Preise miteinander zu vergleichen sondern entwickeln vielmehr ein subjektives Preisempfinden, d.h. sofern sie die höheren Preise an den Tankstellen nicht als völlig unverhältnismäßig empfänden und die eignen Nutzervorteile überwiegen, seien sie gerne bereit, diese zu bezahlen.

Einer der Gründe, so die Wirtschaftspsychologin, ist, dass insbesondere Männer immer weniger bereit seien, sich in lange Warteschlangen an Supermarktkassen einzureihen und deswegen dem schnelleren und bequemeren Einkauf im Tankstellenmarkt den Vorzug gäben.

Mit Aral und Rewe planen seit einiger Zeit zwei Marktführer eine Kooperation, an dessen Ende bundesweit an 1.000 der 1.200 Aral-Stationen ein „Rewe to go“ entstehen soll.

Den ganzen Beitrag in der WDR-Mediathek finden Sie hier.

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