Strategien für den Jobeinstieg von Flüchtlingen

Alle Kategorien, Fakultät, Inside CBS   -  14. September 2018

In einem gemeinsamen Business Projekt mit der IHK Köln haben Studierende der CBS die Frage beleuchtet, wie mehr Unternehmen mit qualifizierten Flüchtlingen zusammengebracht werden können. Das Projekt lief unter der Leitung von Prof. Dr. Brigitta Herrmann im Studiengang Intercultural Management.

Ein Thema hoher gesellschaftlicher Relevanz

Die große Zahl an Flüchtlingen und deren Integration ist eines der bestimmenden Themen der letzten Jahre gewesen und wird es noch bleiben. Hier kommt auch den Unternehmen, Hochschulen und künftigen Absolventen für Führungspositionen ein hohes Maß an Verantwortung zu.

Auch Studierende an der CBS sollten für diese Herausforderung sensibilisiert werden: Zusammen mit Prof. Dr. Brigitta Herrmann und der IHK Köln wurde in einem Business Projekt neue Strategien entwickelt, um mehr Flüchtlinge im Rheinland zu einem passenden Job zu verhelfen.

Status Quo: Viel Potenzial durch viel Bürokratie gehemmt

Bevor es an die Konzeption ging, führten die verschiedenen Gruppen Interviews mit Arbeitgebern wie DHL, Lanxess, dem WDR oder der Stadt Köln durch, um einen Überblick über mögliche Probleme, aber auch die Chancen bei der Anstellung von Flüchtlingen zu erhalten.

Als Herausforderung stellten sich vor allem die mangelnden Deutschkenntnisse und die kulturellen Differenzen heraus. Aber auch die nicht immer auf westlichem Niveau vorhandene Ausbildung bzw. fehlende Dokumente erschweren die Integration in den Arbeitsmarkt.  „Man wird generell mit zu viel Bürokratie konfrontiert“, fasst Guido Fussel, Personalleiter von Früh Kölsch, zusammen.

Auf der anderen Seite sehen viele Unternehmen in den meist jungen Geflüchteten auch ein großes Potenzial. Und auch die kulturellen Unterschiede können einen positiven Effekt im Unternehmen haben. Wohlgemerkt bei geglückter Integration – dieser wurde gleichermaßen als Chance und Herausforderung ausgemacht. Bei der Frage, warum Unternehmen Flüchtlinge einstellen sollten, stand die gesellschaftliche Verantwortung an erster Stelle.

Bewerber und Unternehmen zusammenführen

Die Strategie der Studierenden Flüchtlinge mit den richtigen Job bzw. den richtigen Unternehmen zusammenzubringen, gründet vor allem auf dem direkten Kontakt. In Form von Tandem-Partnern, Veranstaltungen zum kulturellen Austausch oder Job-Fairs können sich beide Seiten unmittelbar kennenlernen. Zur Organisation sollen ganz gezielt soziale Medien, wie Facebook und WhatsApp genutzt werden. Fragen können direkt besprochen und Hemmungen, etwa Texte in der noch fremden Sprache zu schreiben, umschifft werden.

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