Königlicher Besuch am Campus: Studierende kooperieren mit kamerunischer NGO

Alle Kategorien, Inside CBS   -  26. Juni 2019

Ein nicht ganz alltägliches Business Project erlebten zwei Teams aus dem Masterstudiengang “Intercultural Management” in Zusammenarbeit mit der kamerunischen Nichtregierungsorganisation „Esperanza Cade“. Die NGO unterstützt die traditionellen Könige in Kamerun bei ihren Entwicklungsaktivitäten. CBS-Präsidentin Prof. Elisabeth Fröhlich hatte die Könige bereits 2018 zur internationalen CSR-Konferenz an der CBS eingeladen. Im Anschluss war die Idee zu einem gemeinsamen Business Project entstanden.

Kommunikation mit Afrika auch über Skype

Der Gedanke für das Business Project war, Master-Studierende im Studiengang Intercultural Management untersuchen zu lassen, wie Unternehmensentwicklung in Kamerun unterstützt werden kann. Aufgrund der Entfernung von rund 5000 km und den manchmal schwierigen Reisebedingungen in Afrika fand das erste Briefing über Skype statt. Die Generaldirektorin von Esperanza Cade, die traditionelle Prinzessin Espérance Fezeu, erläuterte den Studierenden dabei die Fragestellungen zum Business Project online. Auch die ersten beiden Präsentationen wurden ganz zeitgemäß über Skype abgehalten. Die Abschlusspräsentation hingegen fand an der CBS statt. Espérance Fezeu und ein traditioneller kamerunischer König waren hierzu bei uns in Köln zu Besuch.

Afrikanische KUM und die Bedingungen vor Ort

Angepasst an die Bedingungen vor Ort lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen. Zugrunde lag eine genaue Betrachtung der politischen und wirtschaftlichen Lage in Kamerun. Dabei wurden auch die Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren analysiert, die sich auf unternehmerische Aktivitäten und die wirtschaftliche Entwicklung in Kamerun vorteilhaft auswirken. Wichtig dabei wäre natürlich die politische Stabilität in dem zentralafrikanischen Land. Die Lage in Kamerun wurde mit der Lage in ökonomisch erfolgreichen und politisch stabilen anderen afrikanischen Ländern verglichen. Betrachtet wurden vor allem auch die Erfolgsfaktoren für unternehmerische Aktivitäten in anderen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent.

Aktionsplan für traditionelle Autoritäten und die Entwicklung vor Ort

Für die Abschlusspräsentation des Business Projects erstellten die Studierenden einen Aktionsplan mit dem Ziel, die Entwicklung von Entrepreneurship in Kamerun zu unterstützen. Unter Zuhilfenahme bereits bestehender Best-Practice-Beispiele wurden dabei konkrete Vorschläge gemacht, wie Esperanza Cade und die traditionellen Könige diesen Entwicklungsprozess beschleunigen können. Dies geschah auch mit Blick auf die „bottom-up“-Philosophie der kamerunischen NGO, die die Entwicklung in Afrika nicht ausschließlich den Staatschefs überlassen, sondern traditionelle Autoritäten dezentral in die Entwicklung vor Ort einbeziehen möchte.

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