HR Round Table an der CBS: Drei spannende Berichte aus der HR-Welt

Alle News, Inside CBS   -  16. August 2018

Rund 50 Personaler, HR-Interessierte, Dozenten und Studenten kamen zum HR Round Table 2018, zu dem Prof. Dr. Irene López und Thomas Buck (HR Informationssysteme) HR-Experten mit drei spannenden Vorträgen an die CBS eingeladen hatten. Im Fokus der Veranstaltung standen die Themen Feedback-Kultur, KI-unterstütztes Recruiting und die Bedeutung der internen Beziehungspflege nach einer Insolvenz.

Feedback-Geben will gelernt sein

Den Auftakt machten die beiden Geschäftsführer Eike Reinhardt und Daniel Goetz der Agateno Organisationsberatung zum Thema „Wie gebe ich meinen Mitarbeitern das richtige Feedback“. Sie empfahlen insbesondere Lob und Kritik so zu formulieren, dass sie „ankommt“ und gaben den Anwesenden wichtige Hinweise, wie Feedback-Gespräche geführt werden sollten: Der Gesprächspartner müsse von Anfang an in den Dialog einbezogen werden, beispielsweise indem er danach gefragt würde, wie er seine Situation einschätze. HR-Verantwortliche sollte zudem für die nonverbale Kommunikation sensibilisiert werden. Gerade für zukünftige CBS-Absolventen, die schnell in Führungspositionen aufsteigen, ist das Thema Feedback-Kultur von hoher Relevanz.

Bewerber gehen auf Job-Shopping-Tour

Über die veränderten Erwartungen der Bewerber und die Chancen, die sich für Personalabteilungen daraus ergeben, berichtete Nico Wittig, HR Consultant von Talents Connect.

In Zeiten des Fachkräftemangels könne sich kaum ein Unternehmen leisten, gute Bewerber durch schlechte – also langatmige und komplizierte – Prozesse zu verlieren. In Zukunft solle dieser Prozess so digital wie möglich erfolgen. Wo also können sich HR-Abteilungen und Personalberater heute von optimierten Prozessen inspirieren lassen? Nico Wittig gab die Antwort: Beim eCommerce!

Der Ansatz von Talents Connect beinhaltet, Learnings aus dem eCommerce im Hinblick auf die Prozesseffizienz und das Job-Matching zu nutzen. Ziel sei es, die Bewerbung zu einem Erlebnis mit hoher Nutzerzufriedenheit zu machen ­- relevant, passgenau und sehr schnell durch intuitive und nutzerorientierte Prozesse. Oder anders ausgedrückt: Ein Bewerber sucht nicht mehr, er findet. Letztendlich profitieren auch die Recruiter von optimierten Prozessen. Sie treten nur mit relevanten Bewerbern in Kontakt und sparen dadurch wertvolle Zeit für die Selektion.

Was bedeutet eine Insolvenz für die Mitarbeitermotivation?

Diese berechtige Frage hatte Iris Wagner, Leitung Human Resources der nicko cruises Flussreisen GmbH, beim HR Round Table beantwortet. Über das Thema würde im Zuge von Übernahmen und Insolvenzen oftmals zu wenig gesprochen. In der Regel ginge es der Führung nur um die Frage, wie viele Jobs erhalten bleiben. Die Beziehung der Mitarbeiter zum Unternehmen stünde in solchen Situationen oft hinten an. Dies könne für ein Unternehmen zum Verhängnis werden, wie Iris Wagner anhand der Bestandsaufnahme bei nicko cruises verdeutlichte. Nach der Übernahme durch die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Capvis Equity Partners wurde der Führung jedoch klar, dass die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen seit Längerem stark beeinträchtig war. So sehr, dass die Frage erlaubt sein musste, in welchem Maße eine schlechte Personalarbeit die Insolvenz zumindest fördern kann.

Der erste Schritt für die Personalabteilung war eine klassische Mitarbeiterbefragung. Iris Wagner betonte, dass dabei besonders wichtig sei, den Ergebnissen auch Taten folgen zu lassen. Sonst könne man sich den Aufwand auch sparen oder mehr noch: „Eine Befragung durchzuführen und sie dann nicht zu befolgen, ist ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter“, so Iris Wagner. Die geringe Motivation ließ sich anhand der Ergebnisse aus der Mitarbeiterbefragung maßgeblich auf das geschwundene Vertrauen in die Geschäftsführung zurückführen. Die ermittelten Missstände wurden anschließend mit dem klassischen Handwerkszeug der Personaler behoben, wozu eine Konsolidierung der Arbeitsverträge, häufige Mitarbeitergesprächen auf Augenhöhe, Incentives für die Mitarbeiter oder die kostenfreie Obstschalen zählten. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter wurden mehr in den Fokus gerückt, was sich positiv auf deren Leistungen niederschlug. Die Arbeitnehmerzahlen stiegen konstant und es gingen kaum Kündigungen ein.

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