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Executive Dinner

Karriere   -  4. Februar 2019

Am 29. Januar 2019 ging das „Executive Dinner“ der European Management School (EMS) in die erste Runde.

Unternehmenslenker/innen der Region waren in Wasems Kloster Engelthal in Ingelheim geladen, um in ungezwungener Atmosphäre zu networken und den erstklassigen Wein und Köstlichkeiten des Weinguts zu genießen. Bei der Veranstaltung geht es in erster Linie darum, den Unternehmer/innen eine Plattform zum Austausch zu aktuellen und für alle gleichermaßen relevanten Themen zu bieten und die Diskussionen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen seitens der EMS zu bereichern. Dieses Mal stand der Abend unter dem Fokus Digitalisierung, insbesondere bei den Ansprachemöglichkeiten von Nachwuchskräften.
Neben Kurzvorträgen der EMS Professoren Prof. Dr. Mike Schulze und Prof. Dr. Alexander Westenbaum, kamen die EMS Studentinnen Vanessa Gebhardt, Master of Arts in Wirtschaftspsychologie und Helen Horneck, Master of Arts in International Business, zu Wort und vermittelten den Teilnehmern in einem beeindruckenden Vortrag die Erwartungen ihrer Generation an die künftigen Arbeitgeber:

Vanessa und Helen, ihr habt an diesem Abend eine ganz andere Variante einer Präsentation gezeigt und das Publikum aktiv in das Thema eures Vortrags eingebunden. Mittels roter und grüner Karten konnte jede/r Unternehmensmanager/in gezielt zu Fragen, die ihr gestellt habt, antworten. Dadurch konnten die Unternehmer/innen selbst und auch das Publikum einen Überblick darüber erhalten, inwieweit sie auf die Herausforderungen und Änderungen durch die Digitalisierung im Hinblick auf die Arbeitswelt und Rekrutierung vorbereitet sind.

Wie fühlt es sich an, die Meinung eurer Generation vor Unternehmenslenkern face 2 face zu präsentieren?

Zu Beginn ist es schon ein bisschen seltsam. Um ehrlich zu sein, waren wir auch sehr aufgeregt, sodass wir von den vorherigen Essensgängen gar nicht so viel essen konnten, wie wir eigentlich wollten. (lacht) Aber unabhängig davon ist es eine super Erfahrung und Möglichkeit, mal direkt den Leuten, die es betrifft, Wünsche und Ansichten unserer Generation und quasi damit auch ihrer zukünftigen Arbeitnehmer und Mitarbeiter vorzutragen. Wann hat man mal die Chanc,e in direkten Kontakt zu CEOs zu treten, auch ohne Zwänge und Befangenheiten. Einfach frei heraus zu sagen: „Das ist unsere Meinung, was sagt ihr dazu?“

Daran schließt sich gleich meine nächste Frage an. Ganz unbefangen? Wie habt ihr es geschafft, mit dem Top Management auf Augenhöhe zu diskutieren?

Wir haben uns da mit den Karten einen schlauen Schachzug überlegt. Eine Frage, die wir in unseren Vortrag eingebaut hatten, war: „Wen von Ihnen dürfen wir den Rest des Abends duzen?“ Eigentlich ging es bei dieser Frage um den Wandel von steilen zu flachen Hierarchien. Der für uns vorteilhafte Nebeneffekt war, dass, nachdem alle Unternehmensmanager mit der grünen Karte, also Ja geantwortet hatten, wir auch bei der Diskussion keine Hemmungen hatten, einfach mal mit Thomas, Michael oder Oliver zu sprechen. Es war auch eine tolle Erfahrung, einfach die Reaktionen von Unternehmenslenkern zu sehen, wenn sie mit Aussagen konfrontiert werden, die sie etwas aus der Reserve locken und auch fordern.

Wie habt ihr die Reaktionen auf eure teilweise provokativen Aussagen empfunden?

Das hat uns schon sehr überrascht und auch zu Beginn ein bisschen verunsichert. Oft mussten wir betonen, dass das nicht unsere persönliche Meinung ist, sondern die einer ganzen Generation.
Anmerkungen wie „das ist komplett realitätsfern“ und „für ein Unternehmen überhaupt nicht umsetzbar“ wurden weiter geführt mit „ihr müsst doch erstmal was leisten, bevor ihr fordern könnt“.
Überrascht und auch ein bisschen erschreckt hat uns ebenfalls, dass manche Unternehmer mit unseren Fragen kurzzeitig überfragt waren. Die Unsicherheit, welche Karte hochgehalten werden soll. erzeugte bei uns den Eindruck, dass manche nicht recht Bescheid wussten, wie es im eigenen Unternehmen mit Digitalisierungsbestrebungen im Rekrutierungsprozess, beispielsweise bei Bewerbung per WhatsApp, aussieht.
Was man ihnen aber sehr hoch anrechnen musste war, dass sie sich darauf eingelassen haben und auch versucht haben, die Fragen wahrheitsgetreu zu beantworten. Auf diese Weise konnte ihnen ein Spiegel vorgehalten werden und sie mussten reflektieren, was verbessert oder geändert werden sollte/muss und inwieweit ihr Unternehmen vielleicht schon anderen voraus ist.

Was nehmt ihr für euch persönlich aus diesem Abend an Erfahrungen mit?

Bezüglich der Präsentation an sich nehmen wir die Erfahrung mit, vor Unternehmenslenkern selbstsicher auch kritische Themen zu präsentieren und durchaus teilweise leicht provokante Aussagen zu tätigen, aber auch, auf kritische Aussagen souverän zu reagieren. Thematisch haben wir letztendlich an diesem Abend einen wirklichen Aha-Effekt gehabt. Wir haben erkannt, dass zwischen diesen beiden Generationen noch unterschiedliche Vorstellungen vorherrschen und immer noch eine Diskrepanz zwischen Realität und Unternehmenswelt besteht. Trotz der medialen Präsenz und den unaufhaltsamen Entwicklungen um die Generationen Y/Z, schien wenig Bewusstsein darüber vorhanden. Dies schaffte für uns den Eindruck, dass scheinbar viele Manager zwar um das Verständnis und die Vorstellung von Homeoffice und Work-Life-Balance wissen, aber es nicht wahrhaben und umsetzen wollen, bzw. es als große Herausforderung sehen.
Wir denken, dass dieses Dinner für alle einen Mehrwert gebracht hat, gerade durch die offene Diskussion, in der die verschiedenen Denkweisen ausgetauscht wurden.
Im „War for Talents“ ist es auf jeden Fall ratsam, in Kontakt und Kommunikation mit seinen zukünftigen Arbeitnehmern zu treten und auch umgekehrt. Toll, wenn diese Zusammenführung durch solch einen Abend gelingt, jeder seine persönlichen Takeaways hat und die Möglichkeit bekommt, mal die Perspektive zu wechseln und zu wandeln. Das ist sicher vor allem in unserer heutigen Zeit sehr wichtig, da wir ja ständig im Wandel sind.

Liebe Vanessa, liebe Helen, das ist ein hochinteressantes Resümee aus diesem Abend, vielen Dank!

Bei Interesse an unseren Corporate Events und Kooperationsanfragen kontaktieren Sie bitte die Abteilung Corporate Relations der EMS unter [email protected].

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