Einführungs-Workshop ins Design Thinking: „Mit dem richtigen Mind-Set zu besseren Lösungen“

Alle Kategorien, Fakultät, Inside CBS   -  3. Dezember 2018

Das hochschulgründernetz cologne e. V. (hgnc) holte mit Frank Barz und Ulrich Künzel zwei Experten der Telekom für das Thema „Design Thinking“ an den CBS Campus. Als kostenfreie Beratungsstelle für die Existenzgründung von Studierenden bot das hgnc damit eine umfassende Einführung in einen der wichtigsten Ansätze zur Ideenentwicklung. „Wir nutzen Design Thinking für viele Kundenprojekte und sind von diesem Innovationsprozess mehr als überzeugt. Angehende Gründer empfehlen wir, dieses Methoden- und Mind-Set einmal praktisch durchzuspielen“, so Ulrich Künzel, Service Designer und Design Thinking Workshop Facilitator, Mitglied der Open Service Design Academy e.V..

  1. Was ist Design Thinking?

„Design Thinking ist ein Innovationsprozess, der Kunden und deren Bedürfnisse in den Vordergrund stellt. Er wird häufig als Methode bezeichnet, was aber nicht korrekt ist: Design Thinking ist ein ganzes Methoden-Set“, definiert Frank Barz,Partnermanager und Startup Coach bei der Telekom Deutschland GmbH , den Ansatz, der in den 1980er Jahren an der Stanford University entwickelt wurde. Die große Popularität von Design Thinking führt der Berater auf die veränderten Unternehmensstrukturen zurück: In hierarchisch aufgebauten Organisationen gab es keine Notwendigkeit für einen auf Gruppenarbeit basierenden Innovationsprozess. Heutige Unternehmen setzen hingegen auf Selbst-Management in lebendigen Organismen, wofür Design Thinking prädestiniert ist.

  1. Wie funktioniert Design Thinking?

Zwei Voraussetzungen sind wichtig, um Design Thinking anzuwenden: Das Methoden- und Mind-Set funktioniert nicht in großen Gruppen und wenn Teilnehmer und Zielgruppe identisch sind. Zur Visualisierung des Innovationsprozesses hat sich das Schema des Double Diamond durchgesetzt: Die horizontalen Eckpunkte der Diamanten stehen für den „Auslöser“, die „Problemdefinition“ und die „Lösung“. Dieser Prozess wird wiederum in fünf Phasen unterteilt: Anfänglich tauchen die Teilnehmer in die Kundenwelt ein und fokussieren sich anschließend auf die Aufgabenstellung. In der dritten Phase kreieren sie Ideen, die sie in Form von Prototypen visualisieren und in der fünften Phase testen. „Der besondere Charme von Design Thinking liegt darin, dass viele der Methoden vor diesem Setup erst Sinn ergeben und zu einem Ergebnis führen. Die eigentliche Kunst ist zu wissen, wann ich welche Methode nutze“, sagt Ulrich Künzel.

In der ersten Phase kann beispielsweise ein Leitfadeninterview mit einem Vertreter der Zielgruppe stattfinden, in der die Zielstellung festgelegt, Einflussgrößen bestimmt und eine Befragung durchgeführt werden. Die Teilnehmer sollten in dieser Phase offene Fragen stellen, um mögliche Antworten nicht vorwegzunehmen. Anschließend könnte eine systematische Auflistung nach „Jobs to be done“, „Gewünschtes Ergebnis“, „Voraussetzungen“ und „Mögliche Hindernisse“ erfolgen. Das Feedback der Befragten kann zudem in einer Tabelle aufgeführt und auf mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung analysiert werden. Die Erkenntnis aus dieser Analyse kann in dem „problem statement“ zusammengefasst werden: „Wir suche eine Lösung, die (Zielgruppe) dabei hilft, (Ziel) zu erreichen.“

  1. Was bewirkt Design Thinking?

Für Frank Barz liegt in Design Thinking ein Erfolgsfaktor für junge Unternehmer: „Verkürzt lässt sich zusammenfassen, dass das erfolgreiche Startups stets die bessere Fragetechnik hat,  um Kundenanforderungen ganzheitlich aufzunehmen.“ Richtig angewendet, schafft Design Thinking es, lange Prozesse zu verkürzen und die Kreativität der Teilnehmer freizusetzen. So finden auch unkonventionelle Ideen und Lösungsvorschläge innerhalb eines Unternehmens Gehör.

Weitere Angebote des hochschulgründernetz e. V. für Studierende Kölner Hochschulen unter: www.hgnc.de/veranstaltungen/

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