CBS-Gründer im Porträt: Emre Aydin und René Schröder von „Orderfy“

Alle Kategorien, Inside CBS   -  1. Mai 2020

Die Zeit ist und bleibt unsere wichtige Ressource: Mit der digitalen Plattform „Orderfy“ des Gründerteams Emre Aydin und René Schröder bestellen und bezahlen die Kunden einfach über ihre Smartphones. Dadurch erhalten sie Angebote in Echtzeit und sparen Geld, Zeit und unnötige Papierbelege. Beide Unternehmer haben das Start-up erst im letzten Jahr neben ihrem Masterstudium „General Management“ gegründet und haben uns einen Einblick in ihre Gründerwelt gegeben.

CBS: Wie seid Ihr in Eurem Studium mit dem Thema „Gründung“ in Berührung gekommen?

René Schröder: Wir haben durch unser Pflichtpraktikum im Studium und unsere bisherige Berufserfahrung erkannt, dass wir ein starkes “Gründer-Gen” in uns tragen. In unserem Change-Management-Seminar hatten wir die Aufgabe, Problemlösungen auf Grundlage technologischer Prozesse zu erarbeiten. Wir fingen an, unsere Ideen zu diskutieren und identifizierten ein riesiges Potenzial bei Bestell- und Zahlungsprozessen. Wir haben immer mehr Zeit in die Lösung investiert, und aus der Idee wurde eine Vision.

CBS: Gab es Dozenten oder Kommilitonen an der CBS, mit denen Ihr euch über „Unternehmensgründungen“ austauschen konntest?

René Schröder: Die meisten unserer Dozenten führen auch ein eigenes Unternehmen oder sind zumindest noch in anderen Unternehmen tätig. Prof. Dr. Uwe Bloos war einer der ersten Unterstützer unseres Start-ups, mit dem wir unsere Vision mehrfach diskutiert haben. Er ermöglichte es mir auch, im Rahmen meiner Master Thesis den Orderfy-Geschäftsplan zu erarbeiten. Wir beschlossen, uns für das EXIST Gründerstipendium zu bewerben, bei dem uns seitdem Prof. Dr. Mike Schallehn als Mentor zur Seite steht.

CBS: Was ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

Emre Aydin: Es ist nicht nur die Bestell- und Zahlungsmöglichkeit mit Smartphones, was Orderfy besonders macht. Wir haben einen Algorithmus entwickelt, der die Nachfragestruktur bei sich ändernden Preisen analysiert. Mit unseren digitalen Speisekarten ermöglichen wir es den Restaurantbetreibern nicht nur flexibel die Gerichte zu ändern, sondern können die Preise basierend auf unserer Automatic Pricing Engine (=APE) dynamisch anpassen. Wir analysieren dafür die Preiselastizität in Echtzeit und verfolgen die Reaktionen der Kunden. Die Kombination aus unserer APE und der Möglichkeit sämtliche digitalen Zahlungsmethoden anzubieten, macht Orderfy zu etwas völlig Neuem und Einzigartigem.

CBS: Was waren die größten Herausforderungen auf dem Weg zur Gründung?

René Schröder: Wir stehen jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Die größte Herausforderung war bisher jedoch die Entwicklung des Backends. Dies ist ein komplexer und iterativer Prozess, weshalb wir eng mit unseren Entwicklern zusammenarbeiten.

Wenn es darum geht Probleme zu lösen und auch generell ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist ein intaktes Netzwerk sehr hilfreich. Es ist sehr wichtig über mögliche Ideen und Lösungen zu sprechen und diese zu teilen.

Ich denke, dass noch einige große Herausforderungen vor uns liegen. Im Großen und Ganzen ist es jedoch wichtig, stressresistent zu sein, Ruhe zu bewahren und auch in herausfordernden Zeiten rational zu handeln.

CBS: Wie geht Ihr aktuell mit den Auflagen durch die Corona-Krise um?

Emre Aydin: Wir befinden uns aktuell in einer schwierigen Phase. Aufgrund der Pandemie haben die Restaurants geschlossen und wir können nicht mit unserer Testphase beginnen. Wir nutzen die Zeit, um unsere Plattform zu verbessern und neue Restaurants zu akquirieren. Die Corona-Krise bietet allerdings auch einige Chancen für uns. Alternative Zahlungsmethoden waren noch nie so beliebt und akzeptiert.

CBS: Was würdet Ihr CBS-Studierenden raten, die mit dem Gedanken spielen selbst zu gründen?

Emre Aydin: Ich würde sagen, dass es wichtig ist, bestehende Methoden und Prozesse immer wieder zu hinterfragen. Die Gesellschaft und Technologien befinden sich fortlaufend im Wandel. Daher entstehen immer wieder neue Chancen und Möglichkeiten.

Um eine neue Idee zu entwickeln, ist es wichtig, den Markt zu verstehen, auf dem man agieren möchte. Im besten Fall schafft man Lösungen, Produkte oder Dienstleistungen für Menschen, die so leben, denken und handeln wie du.

CBS: Vielen Dank für das Interview!

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