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Bin ich in meinem Job glücklich?

Alle Kategorien   -  27. Oktober 2015

Wirtschaftspsychologin Prof. Dr. Irene López im Interview

Über „Motivation am Arbeitsplatz“ sprach bei WDR 5 am vergangenen Montag CBS-Professorin Dr. Irene López, Fachbereichsleiterin für Wirtschaftspsychologie, in der Sendung LebensArt.

Mit dem Beitrag sollte einerseits herausgefunden werden, mit welcher Einstellung Arbeitnehmer aller Branchen ihre Aufgaben versehen, andererseits sollten auch Führungskräfte einen Eindruck erhalten, mit welchen Maßnahmen sie zufriedenere und motivierte Mitarbeiter erreichen könnten.

Im Verlauf der Sendung wies die Expertin auf zahlreiche Erkenntnisse aus aktuellen wissenschaftlichen Studien hin, die für motiviertere, leistungsbereitere Mitarbeiter sorgen können und damit Betriebsklima und in der Folge Unternehmensergebnisse verbessern können. „Kurzfristig können Arbeitgeber durch Gehaltserhöhungen und Leistungsprämien, sog. extrinsische  Faktoren, die Motivation steigern, langfristig schaffen dies jedoch eher die intrinsischen, nämlich die Empfindungen, die einen inneren Anreiz schaffen, also Anerkennung und Karrierechancen.“

Als Kennzeichen eines guten Vorgesetzten nannte die Professorin vor allem emotionale Intelligenz und Empathie sowie Kommunikationskompetenz. Umgekehrt sorgten gerade mangelnde Kompetenz und die Nichteinbindung von Mitarbeitern bei der Erreichung von Zielen für demotivierende Erlebnisse. Prof. López: „Eine Gallup-Studie zeigt: nur 15% der deutschen Arbeitnehmer fühlen sich emotional mit ihrem Arbeitgeber verbunden, insgesamt 85% fühlen sich wenig oder gar nicht mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Grund dafür ist bei vielen mangelnde Wertschätzung und Kommunikation. “

Eintönigkeit, so Prof. López, wirke ebenfalls demotivierend, wenngleich viele Arbeitnehmer Multi-Tasking als Stressfaktor Nummer 1 bezeichneten. Insofern komme es auf die Ausgewogenheit jeder einzelnen Tätigkeit an.

Respekt vor den Kollegen, die meist aus anderen Abteilungen kommen und mit denen die Zusammenarbeit anders als mit Freunden eben nicht freiwillig sei, gehöre zu den weiteren wichtigen Voraussetzungen für Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Unterschiedliche Persönlichkeiten und Generationen müssten respektvoll miteinander umgehen.

Wenn die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten nicht funktioniere, auch Job Rotation, Job Enrichment, Job Enlargement etc. keinen Erfolg zeigten, empfiehlt die Expertin, durchaus über einen Wechsel der Firma als letzte Konsequenz nachzudenken. Insbesondere Mobbing solle sich niemand bieten lassen. Immerhin 2,7 Prozent der Erwerbstätigen seien hiervon betroffen.

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